Monatsrückblick Juni 2017

Hallo, ihr Lieben.

Der letzte Monatsrückblick ist ein Weilchen her und ich fange an diese Art von Beiträgen sehr zu vermissen. Deshalb wird der Rückblick wieder eingeführt, whoop!

Der Juni war ein sehr spektakulärer Monat für mich. Mit meiner besten Freundin war ich am Rock in Vienna, größtenteils um Deichkind zu sehen. Die anderen Bands waren auch nicht schlecht, am ersten Tag traten Left Boy, House of Pain und Macklemore & Ryan Lewis auf, war also eher hip-hop- und mainstreamlastig. Der zweite Tag ging für uns mit Großstadtgeflüster los, die live richtig Stimmung machen können. Vermutlich werden wir sie uns im September nochmal ansehen, die Frau ist der Hammer! Danach konnte ich das erste Mal seit langer Zeit (2014?) wieder Silbermond live sehen, die für mich pure Nostalgie sind. Den Abschluss machten Kings of Leon, die wir von der ersten Reihe beobachtet haben. Ich finde sie live immer noch nicht sonderlich packend. ^^ Der dritte Tag war der beste: In Extremo für die beste Freundin und Deichkind für mich. Ich war einfach nur glücklich. Am letzten Tag gab es noch Marteria, Beatsteaks und meine persönliche Hassband Die Toten Hosen. Insgesamt war das Festival aber wirklich schön. Sehr heiß, viel Alkohol, viel Liebe.Juni ist außerdem Pride Month, deshalb ging es für uns zu viert ab zur Regenbogenparade. Ich war schon öfter dort, aber noch nie hatte ich so einen unglaublichen Spaß. Es waren einfach genau die richtigen Leute dabei. Wir waren morgens erstmal in Frohsdorf, weil die beste Freundin ihre Matura dort hatte und haben den Wald ein wenig erkundet. Am Land gibt es noch Fitnesscenter im Wald! Sehr spannend.Außerdem war letztes Wochenende das Donauinselfest. Ich war alle drei Tage dort und habe mir Cro, Mando Diao und Dub FX angeschaut. Die ersten zwei Tagen waren allerdings grauenhaft, weil es zu heiß war und viel zu viele Leute dort waren. Die letzten Jahre war es definitiv erträglicher. Im Kreativen Arbeiten habe ich diesen Fuchs Stempel gemacht und damit einen Jutebeutel verschönert. Ich bin sehr stolz und auch etwas verwundert, dass der so schön geworden ist. Generell macht mir Linolschnitt momentan sehr viel Spaß. Meine Haare wurden von meinem besten Freund geschnitten und eine Woche darauf blauschwarz gefärbt. Der Ansatz sollte rot werden, das hat nicht sonderlich gut geklappt. :< Wir sind dann nochmal mit Rotschwarz drüber gegangen, jetzt ist das Ganze auch nicht mehr fleckig. Ich bin mit Schwarz aber grad sehr happy!Das erste Treffen unserer Borderline Selbsthilfegruppe fand statt und es kamen mehr Leute als erwartet. Meine Therapeutin hat in ihrem Haus auch unseren Flyer aufgehängt. Ich bin ganz schön stolz, dass das alles so geklappt hat, obwohl ich wirklich keinen Plan hatte was ich eigentlich tue. *lol*Wir haben den Katzen noch ein Klo angeboten. Sie nutzen es jetzt seit ungefähr drei Wochen als Schlafplatz, alle drei abwechselnd. Ich kann noch nicht genau sagen warum, wir werden da noch ein wenig rumprobieren. Dafür war das nämlich nicht gedacht. ;P Wir haben außerdem meinen Vater getroffen und waren mit ihm & seiner Freundin in einem interessanten Lokal essen. Bieriger, das sich im 15. Bezirk befindet, ist angeblich für Spare Ribs bekannt und die bestellt dort scheinbar auch jede_r Zweite. Es war schlimm. Ich habe mich für Gebackenen Emmentaler entschieden und als Nachspeise gab es Schoko Banane. Das Essen war wirklich total gut & die Leute dort sind auch super nett! Sicher ein Ort, wo wir öfter hingehen werden.

Ich bin gespannt auf den Juli, auch wenn mir das Wetter sehr zu schaffen macht. Wir haben einige coole Dinge geplant und ich freue mich schon total darauf. :)

Was ist bei euch so passiert? Gefallen euch meine schwarzen Haare? :D

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Addams Family – das Musical

Hey, ihr Lieben.

Mit 7 Jahren wurde ich gegen meinen Willen von meiner Mutter in das Musical „Tanz der Vampire“ geschleppt. Nach dem 1. Lied verflog mein Trotz allerdings und ich verliebte mich sowohl in Musicals, als auch in Vampire. Seitdem habe ich mehrere Musicals besucht, u.a. Rebecca, Die Schöne und das Biest, Elisabeth, Romeo und Julia, Tanz der Vampire ein zweites Mal… Jedes einzelne war wundervoll.

Die Addams Family kam pünktlich nach Halloween nach Wien. Und natürlich wollte ich dort unbedingt hin! Am 2. November ging es im Museumsquartier los. Ich bekam von meiner Mutter eine Karte zum Geburtstag und sie begleitete mich auch. Unglücklicherweise musste sie mit Gips zur Aufführung, deshalb kann ich auch ein kleines bisschen über die Barriere…“freiheit“ in der Kunsthalle erzählen. Wir wurden mit dem Auto zum Haupteingang des MQ gebracht und mussten dann noch ungefähr 5 Minuten zum Eingang der Kunsthalle gehen. Im Normalfall braucht man wohl 2 Minuten.

In der Halle gab es dann kurze Verwirrung wo wir genau hin müssen, aber es war eigentlich alles gut angeschrieben. Es gab Garderobenpflicht, die wir nicht in Anspruch nehmen wollten, da das Anstehen für meine Mutter eine Zumutung gewesen wäre. Wir gingen also zum Ticketabreißer, der dazu zum Glück nichts sagte und meine Mutter sogar fragte ob Treppen rauf- oder Treppen runtergehen schlimmer wäre. Er sagte uns auch wie viele Treppen es ungefähr wären und wo der Aufzug ist. Wir nahmen den Weg nach oben, die Anzahl der Treppen war in Ordnung. Wir fanden unseren Platz recht schnell und zum Glück saßen wir direkt am Rand.

Zu Beginn des Musicals kam It auf die Bühne und machte auf lustige Art darauf aufmerksam Handys auszuschalten und nicht (mit Blitz) zu fotografieren. Und dann ging es los mit dem klassischen Addams Family Intro, wo ein großer Teil des Publikums enthusiastisch mitklatschte.

Und dann kam Uwe Kröger als Gomez auf die Bühne und das Musical fing jetzt richtig an. Die ganze Familie war auf der Bühne und brachte alle mit „Bist du ein Addams“ in Stimmung. Die Kostüme waren toll, vor allem die der „Ahnen“. Einer der Ahnen sah wie Jack Sparrow aus Fluch der Karibik (in Weiß gekleidet) aus und brachte den Standard-Spruch „Klar soweit?“. Mit solchen Witzen ging es durch das ganze Musical weiter. Zwischendurch gab es einige Schenkelklopfer und schlechtere Lieder. Manche Songs waren meiner Meinung nach sehr unausgereift und klangen als hätte ein_e 10-Jährige_r sie geschrieben. Vieles war auch schlicht langweilig und langatmig. Auch unpassende Witze über Borderline oder Trans Menschen gab es, wo mir echt das Lachen verging.

Der Plot war in Ordnung, aber nicht typisch Addams Family, wie ich finde. Wednesday verliebt sich in einen „gewöhnlichen“ Jungen und sie wollen heiraten und wissen nicht wie sie es der Familie beibringen sollen. Nichts Großartiges. Aber das Verhalten von Wednesday war zeitweise wirklich untypisch und eigenartig.

Auch fand ich, dass viele Songs versaut wurden, weil die Sänger_innen versuchten zu… „schreisingen“. In die Richtung Jennifer Rostock. Das klang sehr gezwungen und unpassend. Viele Tänze waren auch etwas unsynchron. Prinzipiell stört mich so etwas weniger, es war ja ein kleines Musical. Aber ich kenne sowas halt einfach nicht. ^^

Uwe Kröger als Gomez war außerdem extrem fehlbesetzt. Ich mag ihn sehr, aber er versuchte einen spanischen Akzent und es war einfach fürchterlich. Es passte zudem einfach gar nicht zu Uwe Kröger. Durch sein vieles Rumgefuchtel fiel auch sein Mikrofon zeitweise „aus“ und man hörte ihn nur mehr ganz dumpf. Aber er ist ja Profi und hat das ganz gut überspielt. Meine Lieblingscharaktere waren definitiv Wednesday und Morticia. Auch Lukas, der Freund von Wednesday, gefiel mir ganz gut. Stimmlich waren alle top. Österreichische Witze wurden extra für Wien eingebaut, das kam auch gut an.

Nach dem Musical kaufte mir meine Mutter die CD um € 15. Zu Hause fiel mir auf, dass einige Lieder wohl länger brauchen bis man sie mag. Das sollte bei einem Musical nicht der Fall sein, finde ich. Aber eventuell bin ich einfach verwöhnt von großen Musicals, wo man die Lieder schon lange kennt, wie eben Tanz der Vampire. Einige Songs haben aber definitiv Ohrwurmfaktor, z.B. „Neue Wege“ (Wednesday), „Bist du ein Addams“, „Sag die Wahrheit“, „Verrückter als du“ und „Tauch hinab ins Dunkel“.

Insgesamt bin ich froh, dass ich es gesehen habe. Ich wäre traurig gewesen es nicht zu erleben. Aber ein zweites Mal würde ich es mir mit der Besetzung und der Story nicht mehr ansehen, denke ich. Dafür war es leider ein wenig zu langweilig.

Die Addams Family kommt im März nach München und im Mai nach Berlin, falls ihr Interesse habt. Auf der Website findet ihr auch einen Trailer.

Schaut ihr auch so gerne Musicals? Oder könnt ihr damit gar nichts anfangen?