[Katzen] Bella, die Schöne

Hallo, ihr Lieben.

Heute mache ich mal was anderes und stelle euch eine meiner Katzen vor. Ich habe drei. Bella, die einzige Hauskatze unter ihnen, wird den Anfang machen. Let’s get schmalzig!

Bella kam im August 2010 zu mir, 8 Wochen alt. Viel zu früh, wie ich später herausfand. Katzen sollten frühstens mit 14 Wochen von der Mutter weg.
Meine vorherige Katze Kitty musste ein paar Monate davor eingeschläfert werden und der Schmerz darüber war nach wie vor riesengroß. Meine Mutter wollte keine Katze mehr, also suchte ich selbstständig im Internet. Als ich ihr Bilder der Kitten zeigte wurde sie aber schwach und gab nach. Wir fuhren also aufs Land und schauten uns die Miezen an. Ich hätte am liebsten ihre Glückskatzenschwester mitgenommen, aber für meine Mutter kam leider nur eine Katze in Frage. Ein weiteres No-Go bei der Katzenhaltung.
Wir entschieden uns für die schwarz-weiße Schönheit. Ich wollte ihr erst den Namen Sadie geben, aber meine Mutter sprach den Namen immer „Saddy“ aus und ich wollte nicht, dass meine Süße mit so einem traurigen Namen leben musste. Für mich war sie das schönste Wesen auf der Welt, deswegen gab ich ihr den Namen Bella. Ich hatte bis zu diesem Zeitpunkt keine Katze gestreichelt, die so weiches Fell hatte.

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Ich weiß noch, dass ich am ersten Tag eine Weile auf der Couch geschlafen habe und Bella sich unter der Couch versteckt hatte. Ihr zartes Miauen weckte mich sofort, ich rief nach ihr und sie kam vom Sofa hervor. Sie rollte sich immer bei meinen Beinen ein und schlief dann so.

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Was fast niemand weiß ist, dass sie mein Leben gerettet hat. Zu der Zeit sind so viele schlimme Dinge passiert, ich hatte keinen Willen mehr zu leben. Mich um Bella zu kümmern hat mir einen Sinn gegeben. Bella weckte den Mutterinstinkt in mir und ich musste auf sie aufpassen. Manchmal funktionierte das besser, manchmal weniger…

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Sie fing bald an das Balkongitter ‚raufzuklettern und saß dann auf der Balkontür. Von dort kam sie erstmal allein nicht mehr ‚runter, also miaute sie solang bis wir sie befreiten.

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Eines Morgens war sie weg. Über den Balkon abgehauen. Ich kann mich nicht mehr erinnern wie lang sie verschwunden war, aber es war die Hölle. Wir hängten einen Zettel im Aufzug auf mit unserer Telefonnummer und jemand kratzte die Nummer immer wieder weg. Ich wurde paranoid und war fest überzeugt, dass sie jemand festhalten würde.

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Wir hatten das einige Male mit Kitty erlebt, aber sie kam immer wieder zu uns zurück. Bei den Balkonen kann nicht viel passieren, weil sie versetzt sind und man gut von Balkon zu Balkon springen kann als Katze. Wir hatten auch öfter Besuch von fremden Katzen.

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Und dann klingelte um 6 Uhr morgens mein Handy. Der Anrufer erzählte mir, dass sie auf seinem Balkon wäre und fauchen würde. Meine Antwort war schlicht: „Die Bella kann gar nicht fauchen“ :D Ich habe mich geirrt. Und wie. Von da an war sie wieder bei uns.

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Einmal bin ich morgens aufgestanden, meine Mutter trank ihren Kaffee, Bella war draußen am Balkon. Mit einem Vogel im Maul. Ich erkannte das erst nicht, fragte so „Was hat die Bella da?“ und wollte nach dem Schrei meiner Mutter meine Kamera holen, aber sie war schneller als ich und rettete den Vogel. Ihm war nichts passiert und er flüchtete. Damals war ich übrigens noch keine Vegetarierin, ich war einfach so stolz auf meine Große und hätte ihr den Vogel auch gegönnt, weil artgerechtes Futter halt. ;P Wie komme ich dazu ihr das Erjagte wegzunehmen? Sorry an alle, die das jetzt schlimm finden. ^^“ Meine Mutter behauptete übrigens damals, der Vogel wäre ihr ins Maul geflogen. Genau.

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Als ich auszog war klar, dass sie mit mir kommen würde und ich mindestens eine weitere Katze dazu holen würde. Wir brachten alle drei Katzen gleichzeitig in die neue Wohnung, damit es keine Revierprobleme geben würde. Bella versteckte sich vier Stunden hinter dem Bett. Auch danach lief nicht alles prima. Bella musste ja beweisen, dass sie die Königin im Haus ist. Also wurde wild auf die Kleinen eingeprügelt. Die Kleinen waren damals allerdings schon fast so groß wie sie, also konnten sie sich eigentlich immer wehren. Bella ist mittlerweile die, die mehr einstecken muss und immer wieder Kratzer auf der Nase hat.

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Bella ist auch die, die sich nicht merken kann, dass sie nicht auf den Tisch oder aus der Wohnung laufen darf, aber gelernt hat wie man Türen öffnet. Ja, jede Tür in der Wohnung, inklusive der Wohnungstür, weshalb wir lernen mussten immer zuzusperren. Wenn wir das mal vergessen steht halt mal die Tür offen und die Nachbarn machen uns drauf aufmerksam. Bella hat auch als einzige den Drang nach draußen zu gehen, vermutlich wegen dem schönen Leben am Balkon damals. Deswegen gehen wir mit ihr ab und zu in den Garten oder in den Keller, wo sie sich eigentlich lieber aufhält.

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Eine Zeit lang haben wir die Katzen gebarft. Bella war die einzige, die keine Küken wollte. Die Kleinen fanden das ganz toll. Und auch zum Barf mussten wir sie ziemlich lang überreden. Deswegen weiß ich wie wichtig Geduld beim Katzenfutter ist. Mittlerweile barfen wir nicht mehr. Ich würde gerne, aber ich hatte permanent die Angst, das Fleisch wäre schlecht und es ist mir auch zu viel Aufwand als psychisch kranke Person. Vielleicht irgendwann wieder!

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Bella ist leider auch die mit dem schwachen Immunsystem. Wenn von uns jemand krank ist müssen wir uns von ihr fernhalten, weil sie sonst auch sofort zu niesen anfängt und heiser wird. Das ist meist recht schnell wieder vorbei, aber ich würde es trotzdem gern gänzlich vermeiden. Das mit dem Fernhalten ist immer schlimm für sie, weil sie es liebt mit uns zu kuscheln.

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Womit ich zum nächsten Punkt komme: Bella hat einen psychischen Knacks. Die meiste Zeit ist sie sehr anstrengend. Sie will immer Aufmerksamkeit. Wenn sie keine bekommt, wirft sie Dinge von Tischen, springt an die Türklinken und macht andere nervige Dinge. Zudem hasst sie andere Menschen. Sie markiert sie gern mit ihren Wangen, aber wenn man sie anfasst, faucht, beißt oder kratzt sie. Dafür liebt sie uns umso mehr. Sie will immer in unserer Nähe sein, ‚rumgetragen und geschmust werden. Aber von Freund_innen kriegt sie gemeine Namen wie Teufelskatze oder ähnliches. Dabei ist sie für mich das liebste Wesen der Welt! <3

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Wenn sie sich freut und richtig entspannt ist, fängt sie an zu sabbern. Auch wenn irgendetwas mit Katzenminze bestreut wurde, geht sie richtig darauf ab und schlabbert alles voll. Sie ist in unserem Haushalt auch die beste Jägerin und liebt Spinnen, Fliegen und Silberfische. Ich nicht so, deswegen muss sie mich oft retten.

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Ich glaube, insgesamt ist sie die schnellste, klügste und eigenwilligste unserer drei Miezen. Das kann stressig und mühsam sein, aber genau deswegen liebe ich sie auch sehr. Sie hat eben einen außergewöhnlichen Charakter.

Ich hoffe, euch hat der Beitrag gefallen. Vielleicht habt ihr euch nur die Bilder von ihr angeschaut, das ist auch okay. :) Die anderen Katzen stelle ich im Laufe der Zeit sicher auch noch vor.

Habt ihr auch so eine liebenswerte Knalltüte zu Hause?

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2 Gedanken zu “[Katzen] Bella, die Schöne

  1. Den Namen Bella trägt sich wirklich zu recht!
    Ja, wir haben auch so eine Knalltüte :D Dabei wollte ich eigentlich immer einen Hund…Aber als wir das Elternhaus meines Freundes übernommen haben, gab’s die Katze quasi dazu. Sein Papa hat eine Allergie entwickelt und seine Mama Angst, dass sie im Neubaugebiet unter die Räder kommt. So wurde ich dann zur Katzenmutti. Wider Willen war das allerdings nicht, ich mochte sie ohnehin schon und jetzt ist sie mein Baby (das sage ich ihr auch häufig genug^^). Maggy ist allerdings Einzel- und Freigängerin. Im letzten Jahr haben wir es mit einer zweiten Katze probiert, aber sie ist wirklich eine Sozialphobikerin. Wir konnten die beiden nicht aneinander gewöhnen. Seit drei Jahren haben wir sie nun und anfänglich ist sie immer geflüchtet, wenn jemand kam. Inzwischen hat sie sich an unsere Freunde gewöhnt und auch Gartenparties oder Treffen im Wohnzimmer nimmt sie hin und gesellt sich auch schon mal dazu. Nur fremden Menschen oder anderen Tieren kann sie so gar nichts abgewinnen. Und mir geht’s so, wenn sie Mäuse und Vögel mit nach Hause bringt. Was sie leider oft tut. Obwohl man der Angsthäsin das so gar nicht zutraut: erfolgreich jagen kann sie…

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    • Ja, Katzen gewöhnen sich recht schnell daran allein zu sein. :| Ich war mir auch nicht sicher ob Bella sich noch an andere Katzen gewöhnt. Sie lieben sich nicht, aber sie tolerieren sich. Sie sind alle drei einfach sehr menschenbezogen. ^^
      Hah, ist doch toll, wenn sie so eine erfolgreiche Jägerin ist! :D

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